Fragen & Antworten

Auf dieser Seite möchte ich Fragen & Antworten veröffentlichen, die Bürgerinnen und Bürger mir gestellt haben.


Bernhard Weinberger fragt: „Wie stehst Du zum Ehrenamt und unseren Vereinen? „

Antwort:

Ehrenamt und Vereinsarbeit sind die tragende Basis unserer Gesellschaft. In meiner Jugend und vor dem Start ins Berufsleben, war ich in meiner Heimat im Basketball aktiv – als Spieler, mehrere Jahre als Trainer von Jugendmannschaften mit C-Lizenz sowie als Schiedsrichter. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was Verein und Ehrenamt bedeuten. 

In unserer Gemeinde gibt es ein reges Vereinsleben. Dies fördert die Gemeinschaft, stärkt das Verantwortungsgefühl und den generationenübergreifenden Zusammenhalt. Für junge Menschen bietet es nicht nur eine sinnvolle Freizeitgestaltung, sondern auch die Möglichkeit, demokratisches Handeln und Mitbestimmung ganz praktisch zu erlernen. 

Dieses Engagement verdient Respekt und eine Gemeindepolitik, die es ernst nimmt. 


Wie stehst Du zu der Gasbohrung in Reichling?

Antwort:

Neue fossile Quellen zu erschließen ist der falsche Weg. Stattdessen muss der Ausbau erneuerbarer Energien und der dazugehörigen Infrastruktur schneller ablaufen.

Dazu möchte ich in der Gemeinde Reichling ein Bürger-Energie-Projekt starten, wie es dies vielerorts bereits gibt.


Bist du in einer Partei?

Antwort:

Ja, ich bin Parteimitglied bei Bündis 90 / Die Grünen. Meine Ansichten und Meinungen haben mit den Wahlprogrammen der Grünen die größte Schnittmenge.


Wie soll Ihr Zeitmanagement aussehen, wenn eines der Kinder krank ist?

Antwort:

Wie in unserer jetzigen Situation als Angestellte auch. Derzeit arbeite ich 27 Stunden pro Woche, die andere Zeit ist Care-Arbeit. Auch als Bürgermeister werde ich dieses Modell weiterleben. Urlaub und Krankheitstage inbegriffen.

Auch in dieser sehr menschlichen Position darf das Menschliche gelebt werden – es gilt auch hier den Menschen als Ganzes zu betrachten, wie in jeder Lebenssituation. Niemand kann sich für andere und deren Interessen einsetzen, wenn man selbst auf Sparflamme läuft oder innerlich zerrissen ist.


Was möchten Sie für die Alten tun, in einer Gesellschaft die immer mehr überaltert?

Antwort:

Zu dem Thema würde ich nach der Wahl allen Bürger:innen das Angebot zu einem Gespräch machen. Zuerst einmal muss ich besser verstehen, woran es denn in unserer Gemeinde fehlt, um dann daraus gemeinsam abzuleiten, was wir dafür machen können.

Gegen eine überalternde Gesellschaft und beispielsweise Witwenrenten lässt sich auf Gemeindeebene wenig anbieten, finanzielle Themen liegen auf Landes- und Bundesebene.


Welche neuen Vorhaben würden Sie als Bürgermeister als erstes in Angriff nehmen?

Antwort:

Sicherstellen bezahlbarer und qualitativer Wasserversorgung. Dazu eventuell den Notverbund weiter ausbauen und die Suche einer Trinkwasserquelle fortsetzen.

Den Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit geben, zu bestimmten Themen Arbeitskreise zu bilden. Damit möchte ich das Miteinander stärken, mehr Bezug zur Politik schaffen und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, ihre Gemeinde zu gestalten und sich damit noch mehr zu identifizieren.

Wahl und Gründung einer Jugendvertretung.

Meine Idee eines Dorfübergreifenden Projektes als Gemeindestromkonzept starten. (Mehr Fotovoltaik + Großspeicher + Ladesäulen für Elektrofahrzeuge)


Du hast den Bau eines Radweges zwischen Ludenhausen und Reichling in der Rede bei der Aufstellungsversammlung erwähnt, was ist damit gemeint?

Antwort:

Mir geht es um Infrastruktur und Inklusion. Ich möchte es Bürger:innen attraktiv machen in dem nächstgelegenen Ort per Fahrrad zu pendeln.

Zwischen Ludenhausen und Reichling ist die Straße durch Reichlingsried wunderbar, hier gibt es nichts zu ändern. Ich denke dabei an andere Abschnitte.

Dazu 2 Beispiele.

  1. Zwischen Ludenhausen und Pessenhausen gibt es keinen geteerten Radweg. Regelmäßig sehe ich eine gehbehinderte Person, die mit ihrem Handbike versucht mobil in ein anderes Dorf zu fahren. Dabei habe ich nicht nur ein Mal gesehen wie LKWs auf dieser Straße hinter der Person „warten“.
  1. Mit meinem Sohn (4 Jahre) radeln meine Frau oder ich von Ludenhausen zum Kindergarten oder Café Löwenzahn in Reichling. Es wäre für Familien mit Kindern schön, wenn es neben der Straße zwischen Reichling und Issing („Kreuzung“ nach Reichlingsried bis Reichling) einen Radweg gäbe.

Konkret bedeutet das.

  • Reichling nach Rott, den fehlenden Abschnitt planen und auf den Weg bringen
  • Ludenhausen nach Rott, den geplanten Radweg vorantreiben
  • Ludenhausen nach Issing. Wie in Richtung Rott, halte ich auch einen Radweg entlang der Staatsstraße nach Issing für sinnvoll

Wie würdest du eine sichere gute Trinkwasserversorgung in der Gemeinde garantieren?

Antwort:

Da ich als „normaler“ Bürger aktuell noch nicht alle Informationen erhalte, bin ich noch nicht zu 100% im Bilde.

Mich haben aber die möglichen Optionen dazu interessiert und als erstes habe ich dabei an unsere Nachbargemeinden gedacht.

U.a. deshalb bin ich im Dezember zu allen Bürgermeistern der VG gefahren und habe mit Ihnen auch über das Thema gesprochen.

Es hat sich herausgestellt, dass die schnellste Variante der bereits bestehende Notverbund mit Rott ist. Aber Rott kann uns nicht genügend Wasser liefern, sollte die Bachrunzel vollständig ausfallen.

Die aus meiner Sicht aktuell beste Option ist Trinkwasser aus Fuchstal zu beziehen. Dazu ist es notwendig eine Wasserleitung zum Hochbehälter nach Vilgertshofen legen, was natürlich mit Kosten verbunden ist. Mit Fuchstal habe ich noch nicht gesprochen, dies würde ich nach einer erfolgreichen Wahl angehen.

Die nächste Option ist ein Verbund mit Diessen, aber hier ist die notwendige Leitung noch länger und damit vermutlich teurer.

  • Es gibt Möglichkeiten, aber die Beste wäre schnell eine Quelle zu erschließen.

Mich würde interessieren, wie du zu den ansässigen Unternehmen stehst und wie du diese Unternehmen in der Gemeinde halten und fördern möchtest?

Antwort:

Unternehmen sind für unsere Gemeinde essentiell notwendig.

Ich hoffe, dass ich in meiner Amtszeit Mittel finde, damit sich etablierte Firmen halten können, weitere Firmen angelockt oder Menschen zur Firmengründung motiviert werden.

Da ich meine Zeit, seitdem ich in der Gemeinde Reichling wohne, mit meinen Kindern und meinem Beruf verbracht habe, weiß ich noch zu wenig über die ansässigen Unternehmen und deren möglicherweise individuellen Probleme.

Mein Plan ist die Unternehmer:innen nach der Wahl in den Firmen zu „besuchen“ und damit Raum zu schaffen, um sich kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Herausforderungen der Firmen zu verstehen.


Bist du gläubig oder spirituell?

Antwort:

Nein ich bin nicht gläubig und spirituell würde ich mich ebenfalls nicht einschätzen.

Ich praktiziere sehr gerne Yoga und selten auch eine einfache Form der Meditation. In Situationen bei denen man sich mit seinem Körper und Sinnen auseinandersetzt komme ich zur Ruhe und Einklang.